LichtYoga ist Atmen, Bewegen, Bemühen, Verbinden und Entwickeln all meiner Anteile mit allem SEIN.

Das traditionelle Yoga

Das traditionelle Yoga umfasst eine umfangreiche Sammlung an geistigen Übungen, die den Körper einbeziehen. Bestimmte Körperhaltungen werden bewusst eingenommen, wobei die Atemtechnik von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus sind die meisten Körperhaltungen zugleich mentale Übungen, die Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit voll entfalten.

Das Yoga hat seinen Ursprung im indischen Raum und wird in den Sanskrittexten eingehend philosophisch beschrieben. Die frühesten Quellen, reichen etwa 7000 Jahre zurück und zählen zu den ältesten überlieferten Zeugnissen der menschlichen Kulturen überhaupt. Yoga meint einen meditativen Bewusstseinszustand, der sich vom alltäglichen Verständnis wesentlich unterscheidet. Durch die Vereinigung oder das Zusammengehen aller Ebenen des menschlichen Bewusstseins, das heißt, des Körpers, der Seele und des Geistes, in einen höheren Seinszustand, kommt der Mensch in einen mitunter ekstatischen Zustand, in dem sich die Grenzen der alltäglichen Gedanken und Gefühle auflösen. Im Zusammenhang mit dem Atem und der bewussten Lenkung des Geistes ist es ihm möglich, die einschränkenden Vorstellungen seines Verstandes über alle Grenzen zu erweitern und die Berührung mit dem transzendentalen Selbst zu erfahren. Dieser glückbeseelte Zustand wird von David Wared als das „reine Fühlen“ benannt, auf das ich in den Übungen des LichtYoga-Weges näher eingehen werde.

Yoga ist ein Phänomen mit vielen Facetten, die alle dem übergeordneten Ziel der Einswerdung von Ansichten der Anschauungen dienen. Die Yogameister damals wie heutzutage gelten als Vorreiter ganzheitlicher philosophischer Betrachtung, denn sie haben erkannt, dass die Gewohnheit, alle Wahrnehmungen im Bewusstsein in vorgegebene Kategorien zu trennen und aufzuteilen, den Menschen an das Leiden bindet und es ihm schwer macht, glückselig und erfüllt zu leben. Wichtig und wesentlich ist es, die Trennung zwischen dem Ich und den Dingen und anderen Wesen, zwischen den zeitlichen Ebenen und zwischen der Verursachung und Verantwortung im Bewusstsein zu überwinden. Yoga bedeutet wörtlich „Zusammenbinden“. Gemeint ist eine persönliche Haltung, die die Aufmerksamkeit oder Bewusstheit soweit intensiviert, dass der Mensch die Bahnen der Rationalität verlässt und zu einer höheren Einsicht der Dinge befähigt wird. So lassen sich die Einschränkungen unserer körperlichen Sinne und der Kapazität unseres Denkens überwinden und der Mensch gelangt in die Ebene eines höheren Sinns der Sinne, der zu einer erweiterten Selbsterkenntnis führt.

Das menschliche Erleben kommt dann auf eine höhere Ebene der Wahrnehmung, sodass sich neue Möglichkeiten eröffnen, etwas zu beeinflussen. Menschen treibt ein tiefverwurzeltes Sehnen an, zu einem vollständigen Selbstausdruck zu kommen. Obwohl sie geistig beschaffen sind, orientieren sie sich zunächst fast ausschließlich an ihren materiellen Sinnen. Daher führt ihr Weg zunächst zur Bewusstwerdung des Sehnens, das sich durch ein Fühlen mitteilt. Die eigentliche Verwirklichung des Sehnens bedeutet die Transzendenz der endlichen, körperlichen Form in den reingeistigen Bewusstseinszustand der Erleuchtung.

Die Yogaschulen eint das Ziel der Transzendenz und unterscheidet sich hinsichtlich ihres geistigen und körperlichen Weges voneinander. Jede von ihnen hat ein System von Übungen, Ritualen und philosophischen Erklärungen aufgebaut, von denen heutzutage etliche weltweit gelehrt werden. Yoga ist stets ein Weg, Meditation aus der Körpererfahrung einzuleiten, um die individuelle Körperexistenz aufzuheben und schließlich in die kosmischen Dimensionen einzugehen. Die Yogi-Meister lehren die Meditierenden in der Kunst der geistigen Versenkung und der Erkenntnis der Einheitlichkeit der Schöpfung.

Yoga weiht in die Kunst ein, das Eine, das Ganze und Verbundene mit allem zu erfahren, indem ein Bewusstseinszustand jenseits des Alltäglichen erreicht werden kann. Die Tradition des Yogas hört nicht auf, sich zu wandeln, weil sich die sozio-kulturellen Bedingungen der Menschen laufend verändern oder grundlegend neue Erkenntnisse aus philosophischen Entwicklungen neue Wege aufzeigen.

LichtYoga wurde nach der Heilphilosophie des Lichtbewusstseins vom Yogi-Meister David Wared entwickelt, um in die bisherigen Systeme die Heilung zu integrieren. LichtYoga wurde 1975 erstmalig von David Wared gelehrt und seitdem werden Tausende von Schülern und Yogalehrer unterrichtet, um den Menschen zu einem bewussten und erfüllten Leben zu verhelfen.

„Geistige Ruhe ist in Mitgefühl und Stille Zuhause.
Seelenfrieden ist in Hingabe und Übung daheim.“
DW